Nachrichten aus der frei erfundenen Wirklichkeit

Hallo,
 

seit einiger Zeit betreibe ich den Blog der Nachrichten aus der frei erfundenen Wirklichkeit. Für den Fall, dass Sie mich noch nicht kennen, möchte ich mich hier kurz vorstellen.

 

Geboren 1946 in Haifa als Tochter eines muslimischen Vaters (aus Zakkaria) und einer jüdischen Mutter (aus Akko).

 

Die Verbindung wurde massiv angefeindet, hielt aber bis zum Tod der Mutter 1995. Der Vater war Reporter der Al-Ittihad Newspapers und schrieb nebenbei kleine Geschichten über lokale Ereignisse für die Moscheezeitung der muslimischen Gemeinde Haifa-Ost. Die Mutter war Klavierlehrerin und Pianistin und gelangte regional zu bescheidener Berühmtheit.
 

Die Vision einer „Republik Haifa“ wurde von den Eltern bereits in den 40er Jahren phantasiert (sie wurde 2020 von Omri Boehm aufgenommen und ausgearbeitet, sollte allerdings erst rund 20 Jahre später Wirklichkeit werden).
 

Aliza wurde bei den Wirren der Naqba für geraume Zeit von ihren Eltern getrennt, ein mitfühlender israelischer Soldat, „Onkel Obadja“, nahm sich ihrer an, letzlich half der Rote Davidstern dabei, dass sie drei Jahre später wieder zu ihren Eltern fand.

Schulbildung in Haifa, Musterschülerin, studierte als erste Frau Praktische Transformationswissenschaften in Transsylvanien, Transnistrien, Transjordanien und in der Transkei sowie Journalismus in La Gazette-des-Communes, Frankreich. Erste muslimisch-jüdische Resilienzforscherin und anerkannte Adeptin von Marshall B. Rosenbergs „Gewaltfreier Kommunikation“.

 

In ihrem Elternhaus begegneten sich in den 70er und 80er Jahren oft die liberal-illustren Geister des vorderen Orients: die christlich-arabische Politikerin Hanan Aschrawi, die libanesische Sängerin Fairuz, der Dichter Mahmout Darwisch, der spätere palästinensische Ministerpräsident Salam Fayyad, der israelisch-palästinensische Maler, Graphiker, Bildhauer und Kunstdozent Abed Abdi, der jüdische Religionshistoriker Gershom Sholem, mitunter auch der Hüter der Bahai-Gemeinde Shoghi Effendi und der palästinensisch-amerikanische Literaturkritiker und -theoretiker Edward Said. Zeitweise fungierte das „Fatoush“ in Haifa als konspiratives „Nest der Undogmatisch-Entschiedenen“.
 

Auslandsaufenthalte 1974, 1975 und 1977 in Griechenland und Portugal (zwei Ländern der sog. „Third Wave of Democratization“), 1975 - 1976 Südafrika, 1977 – 1979 in Ost-Timor, 1988 und 1990 in Berlin, Deutschland, und abermals 1994 in Südafrika. Über 20 Jahre Kolumnistin für verschiedene arabisch- oder hebräischsprachige Zeitschriften. In den letzten Jahren überwiegend selbständige journalistische Tätigkeit in freidenkerischer Möglichkeitsexploration und in der Entlarvung übler Hasbara-Attacken. Im fortgeschrittenen Alter von 72 Jahren begründet Aliza Amal die „Nachrichten aus der frei erfundenen Wirklichkeit“.
 

Aliza Amal war nie verheiratet, wohl aber in enger Beziehung mit einer Vielzahl von Menschen, die ihr in einem jeweiligen Lebensabschnitt stärkend und kompromisslos zur Seite standen. So war sie bzw. ist persönlich befreundet u.a. mit Angela Davis, Mahmout Darwisch, Hannah Arendt, Nelson Mandela und posthum mit Mahatma Ghandi, Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, Atahualpa Yupanqi und Mercedes Sosa, später mit Daniel Barenboim, Jean Ziegler, Jean Asselborn, Roger Waters und der deutschen Friedenspreis-Preisträgerin Aleida Assmann.
 

Bittet man sie um einen Rückblick auf ihr Leben, so antwortet sie stets: "Alles frei erfunden. - Aber wie sagte schön Goethe?: Was fruchtbar ist, allein ist wahr."

 

Biographie Aliza Amal

Aliza Amal - Holzschnitt von Abed Abdi

Palästina   Peacerael
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